- Magazin
- Abo
- Service
- Videos
- Drechsel-Blog
- Lesershop
- DrechslerMagazin
- Abonnement
Abonnieren Sie das DrechslerMagazin
- Einzelausgabe
- Geschenkabo
- Abonnement
- Bücher
- Drechsel-DVDs
- Weiteres
- DrechslerMagazin
- Konto
Der Amerikanische Amberbaum
Baumporträt von Raimund Aichbauer
Der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua), der im Volksmund aufgrund seiner charakteristischen Wuchs- und Blattform oft als Seesternbaum bezeichnet wird, ist eine markante Laubbaumart aus der Gattung der Amberbäume (Liquidambar). Systematisch gehört die Pflanze zur Familie der Altingiaceae innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). In der botanischen Fachliteratur wurde die Gattung über längere Zeit hinweg vereinfacht der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae) zugerechnet. Inzwischen gilt jedoch die Zuordnung zur eigenständigen Familie der Altingiazeen als wissenschaftlich etabliert. Im englischen Sprachraum – insbesondere in den Vereinigten Staaten – führt das Gehölz die Bezeichnungen American Sweetgum oder American Red Gum. Insgesamt umfasst die Gattung rund 15 bekannte Arten, deren Verbreitungsschwerpunkte in Nord- und Mittelamerika sowie in Asien liegen. Urzeitliche Fossilienfunde zeigen zudem, dass Vertreter dieser Gattung vor dem Einsetzen der letzten Eiszeit auch in Teilen Europas weit verbreitet waren.
Die wissenschaftliche Namensgebung Liquidambar bildet eine Zusammensetzung aus dem lateinischen Begriff liquidus für flüssig und dem arabischen Wort anbar für Bernstein. In Verbindung mit dem Epitheton styraciflua, was übersetzt „Styrax fließend“ bedeutet, verweist die botanische Bezeichnung direkt auf das aromatische, terpentinhaltige Gummiharz des Baumes. Bei Beschädigungen der Stammborke tritt dieser dickflüssige Saft aus, um Wunden rasch zu verschließen und Schädlinge abzuwehren. An der Luft verdunsten die flüchtigen Bestandteile, wodurch die Harzmasse rasch aushärtet. Bereits die indigenen Völker Amerikas schätzten die süßlich duftende Substanz und nutzten sie als natürlichen Kaugummi. Diese Anwendung blieb bis in die Neuzeit erhalten, da das Harz weiterhin als Rohstoff für die kommerzielle Kaugummiherstellung dient. Neben der pharmakologischen Verwendung kommt das Harz als Duft- und Fixiermittel bei der Produktion von Seifen, Parfüms sowie Tabakmischungen zum Einsatz. Aus diesem Verwendungszweck erklärt sich auch der gebräuchliche amerikanische Trivialname Sweetgum.
Den vollständigen Artikel findest Du in der Ausgabe 76 des DrechslerMagazins.