Grundlagen des Drechselns Teil 12 – Arbeiten mit der Schruppröhre

Das erste Werkzeug bei Längsholzarbeiten ist meist die Schruppröhre, die in der Literatur auch hin und wieder als Langholzschruppröhre bezeichnet wird. Diese Bezeichnung gibt bereits eindeutig Auskunft über den Einsatzbereich des Werkzeuges und tatsächlich findet die Schruppröhre bei Querholzarbeiten keine Verwendung. Es muss sogar ausdrücklich davor gewarnt werden, z. B. Schalenrohlinge oder ähnliche Querholzarbeiten mit einer Schruppröhre zu bearbeiten. Vergleichbar mit einem Meißel, arbeitet die Schruppröhre mit einer sehr breiten Schneidenkante, die aufgrund des Faserverlaufes im Rohling ausschließlich im Längsholz wirklich sicher und effizient eingesetzt werden kann. Die Schruppröhre nimmt also einen verhältnismäßig breiten Span und das ist gleichzeitig auch ihr Vorteil beim Runddrehen einer Kantel oder eines Astabschnittes. Unebenheiten sind rasch geebnet und Formverläufe können grob vorbereitet werden. Mit der Schruppröhre können aber nicht nur Vorarbeiten erfolgen. Mit einer perfekt angesetzten Schneidenfase, können einfache Formen und Flächen auch geschlichtet werden. Frisch geschärft liefert die Schruppröhre dabei beeindruckend saubere Ergebnisse. Diese Technik ist die Grundlage für die Handhabung weiterer Drechselwerkzeuge sowie das Erreichen einer optimierten Schnittposition. Daher lohnt es sich, das Anlegen der Schruppröhre an das Werkstück immer wieder zu üben.

Der Bewegungsablauf

Stehen Sie bequem und in einer Körperhaltung, die ihnen eine Gewichtsverlagerung bzw. einen größtmöglichen Bewegungsradius ermöglicht. Beim Führen der Drechselwerkzeuge arbeitet man nicht nur mit den Händen oder Armen, sondern mit dem gesamten Körper und tatsächlich sehr viel aus den Beinen heraus. Dabei stehen die Füße mindestens schulterbreit auseinander und eine seitliche Bewegung des Oberkörpers erfolgt durch die Gewichtsverlagerung von einem Bein auf das andere.

Den vollständigen Artikel lesen Sie im DrechslerMagazin Ausgabe 49 (Winter 2019).

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