Die Blasen-Esche – Koelreuteria paniculata

Baumporträt von Raimund Aichbauer

Die Blasen-Esche (Koelreuteria paniculata) ist auch unter den Bezeichnungen Blasenbaum, Lampionbaum, Bienen-Esche, Chinabaum oder Golden Rain Tree bekannt. Der Baum gehört zu den Seifenbaumgewächsen (Sapindaceae). Koelreuteria ist eine kleine Gattung mit nur drei Arten. Sie alle kommen ursprünglich aus China, Japan und Korea. Die Gattung ist nach dem Zoologen und Botaniker Joseph Gottlieb Kölreuter (1733–1804) benannt, der als Begründer der Blütenökologie und Entdecker der Insektenbestäubung gilt. Der Artname paniculata bezieht sich auf die Blütenstände und bedeutet rispenförmig.
Die Blasen-Esche gelangte bereits Mitte des 18. Jahrhunderts nach Europa. Sie ist ein pflegeleichter, breitkroniger bis zu 10 Meter hoher Baum, in seltenen Fällen bis zu 15 Metern. Die Krone ist in jungen Jahren rundlich gewölbt. Später bildet der Baum eine schirmförmige Baumkrone aus, die bis zu fünf Meter Durchmesser erreichen kann. Der Baum nimmt nur langsam an Volumen zu und ist somit auch für kleine Gärten geeignet. Die Blasen-Esche erreicht ein Alter von lediglich 80 bis höchstens 100 Jahren. Der Stamm hat in jungen Jahren eine glatte, graugrüne Rinde. Alte Bäume weisen hingegen eine graubraune Rinde mit schmalen orangefarbenen Furchen auf. Die Blasen-Esche kann einen maximalen Stammdiameter von 40 bis maximal 50 Zentimeter erreichen. In der gemäßigten Zone der nördlichen Hemisphäre gedeiht der Baum überall da, wo im Wurzelbereich ausreichend Feuchtigkeit und ein humusreicher Boden gegeben ist. Junge und neu gepflanzte Bäume sollten vor starkem Frost geschützt werden. Einmal gefestigt ist der Baum winterhart bis um die minus 20 Grad, liebt aber einen sonnigen Standort. Es gibt mehrere Zuchtformen und Varietäten, die vor allem als Solitärgewächs in Gärten sowie als Zierbäume in Städten und Parks eingesetzt werden.

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