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Der Geweihbaum
Baumporträt von Raimund Aichbauer
Die Geweihbäume gehören zu den Vertretern der drittgrößten Pflanzenfamilie, den Hülsenfrüchtlern (Fabaceae). Sie sind eingeteilt in die Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae). Von den insgesamt je nach Lehrmeinung fünf bis sechs anerkannten Arten ist bei uns beinahe ausschließlich der aus Nordamerika stammende Geweihbaum (Gymnocladus dioicus (L.) K. Koch) verbreitet. Von den anderen Arten, die allesamt in China und Indochina vorkommen, ist in seltenen Fällen nur noch der Chinesische Geweihbaum (Gymnocladus chinensis Baill.) bei uns vertreten.
Gymnocladus dioicus wird auch Amerikanischer Geweihbaum oder Kentucky Coffeetree genannt. Der Baum stammt ursprünglich aus dem Mittleren Westen der USA, von Texas ostwärts bis nach Virginia, überwiegend im Tiefland des gesamten Einzugsgebietes des Mississippis und seiner Nebenflüsse. Er beheimatet aber auch die Ausläufer beidseitig der Appalachen nordwärts bis in die kanadische Provinz Ontario im Bereich der Großen Seen. Sein Vorkommen ist allerdings meist auf eine Meereshöhe von bis zu 600 bis 700 Metern beschränkt.
Den Namen Geweihbaum erhielt er wegen seines Aussehens, da er nur wenige, aber dafür steife, knorrige und dicke Zweige ausbildet, die im blattlosen Zustand einem Hirschgeweih ähneln. Der botanische Gattungsname Gymnocladus ist zusammengesetzt aus gymnos (nackt) und klados (Zweig/Ast). Der Artname dioicus verweist auf die Diözie (Zweihäusigkeit), abgeleitet von di (zwei) und oikos (Haus). Das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Bäumen ausgebildet werden. Der Name Kentucky Coffeetree leitet sich von dem Gebrauch der Siedler ab, die die gerösteten und gemahlenen Samen als Kaffeeersatz verwendeten. Ein wahrer Genuss war das Getränk wohl nicht. Überlieferungen zufolge ist dieser koffeinfreie Kaffee ausgesprochen bitter.
Den vollständigen Artikel findest Du in der Ausgabe 74 des DrechslerMagazins.