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Gesellenstücke im Drechselhandwerk
Bericht von Holger Graf
Bereits in der letzten Ausgabe haben wir einen ersten Einblick in die Gesellenstücke des Abschlussjahrgangs 2025 der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen gegeben. Die große Bandbreite an Ideen, Formen und technischen Lösungen hat dabei eindrucksvoll gezeigt, auf welchem hohen Niveau sich das Drechselhandwerk heute präsentiert. In dieser Ausgabe stellen wir zwei weitere Arbeiten vor, die verdeutlichen, wie konsequent handwerkliche Tradition mit gestalterischen Ansprüchen verknüpft wird.
Die Ausbildung im Drechselhandwerk ist geprägt vom engen Zusammenspiel zwischen praktischer Arbeit im Betrieb und fundierter fachlicher Schulung. Während die Auszubildenden in ihren Lehrbetrieben täglich in die vielfältigen Aufgaben des Drechselns eingebunden sind und dort den Umgang mit Material, Werkzeugen und Maschinen erlernen, vertieft die schulische Ausbildung das theoretische Wissen sowie die gestalterischen und technischen Grundlagen. An der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen erfolgt dies im Rahmen einer Blockbeschulung, in der die Auszubildenden aller drei Lehrjahre unterrichtet werden.
Für die fachliche Ausbildung zeichnet dort Fachoberlehrer Wolfgang Miller verantwortlich, der die angehenden Drechslerinnen und Drechsler über die gesamte Ausbildungszeit hinweg begleitet. Neben der Vermittlung klassischer Techniken spielt auch das Verständnis für Gestaltung, Konstruktion und Material eine zentrale Rolle. Ziel ist es, die Auszubildenden dazu zu befähigen, selbstständig komplexe Werkstücke zu entwickeln und umzusetzen.
Ein besonderer Höhepunkt der Ausbildung ist das Gesellenstück. Es bildet den Abschluss der Lehrzeit und vereint alle zuvor erlernten Fähigkeiten in einem eigenständig geplanten und gefertigten Objekt. Dabei geht es nicht nur um saubere handwerkliche Ausführung, sondern ebenso um die Entwicklung einer eigenen Idee, die sowohl funktional als auch gestalterisch überzeugt. Die Gesellenstücke zeigen daher immer auch die persönliche Handschrift der Absolventinnen und Absolventen sowie deren individuellen Zugang zum Werkstoff Holz.
Die Arbeiten veranschaulichen eine große Vielfalt der Themenbereiche und der freien Gestaltung, die traditionelle Techniken mit modernen Ansätzen verbinden. Experimentelle Materialkombinationen und ein hoher Anspruch an die Detailausarbeitung prägen die Abschluss-arbeiten. Die Gesellenstücke des Jahrgangs 2025 setzen dies konsequent fort. Sie zeigen ein hohes Maß an technischem Verständnis, gestalterischer Sicherheit und experimenteller Offenheit. Zwei dieser Arbeiten werden im Folgenden näher vorgestellt und geben einen weiteren Einblick in die Qualität und Vielfalt des aktuellen Drechslernachwuchses.
Den vollständigen Artikel findest Du in der Ausgabe 74 des DrechslerMagazins.