PRAXIS

Salzschwein

Werkbericht von Armin Dietz

Bei meinem letzten Umzug fiel Armin Dietz ein Salzstreuer in Form eines hölzernen Schweinchens in die Hände, das noch aus den Sechzigerjahren stammt und im Haushalt seiner Eltern einen festen Platz im Regal hatte. Es hatte ursprünglich noch ein Geschwisterchen, das aber leider nicht mehr auffindbar ist. Häufig habe hat er als Kind die Schweinchen in sein Spiel mit einbezogen, auch wenn das nicht so gerne gesehen war, da die Tierchen doch recht filigran gearbeitet waren. Diese geweckten Erinnerungen brachten ihn auf die Idee, ein neues Schweinchen anzufertigen, allerdings etwas an die Formensprache der heutigen Zeit angepasst.

 

  1. Das neue Schweinchen sollte schlicht und auch nicht allzu schwierig zu fertigen sein. Daher wollte ich auf einzelne Beinchen verzichten und das Schwein „liegend“ umsetzen. Die Ohren sollen nicht aus Holz, sondern aus Leder gefertigt werden. Dies wirkt zum einen natürlicher, zum anderen ist es einfacher umzusetzen. Die Abmessungen sollten ungefähr dem Vorbild entsprechen, also ca. 70 x 50 mm betragen.
  2. Aus einem Stück abgelagertem Zwetschgenholz habe ich Kanteln von ca. 50 x 50 mm herausgeschnitten und anschließend einen Rohling mit einer Gesamtlänge von 110 mm, inkl. 40 mm Zumaß, abgelängt.
  3. An der Ständerbohrmaschine wird nun die 15-mm-Bohrung für den später zu erweiternden Salzbereich im Bauch des Schweinchens gebohrt. Die ungefähre Bohrtiefe wird anhand einer Skizze auf der Seitenfläche des Rohlings ermittelt.
  4. Zwei weitere Bohrungen werden mit einem Durchmesser von 3 mm für die Nasenlöcher bzw. Streuöffnungen in gleichmäßigem Abstand zur Zentrierung auf der gegenüberliegenden Seite des Rohlings eingebracht und bis in den Freiraum durchgebohrt.
  5. Nun wird der Rohling zwischen den Spitzen auf der Drechselbank aufgenommen. Die 15-mm-Bohrung zeigt dabei nach rechts und wird durch die Körnerspitze zentriert.

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Im DrechslerMagazin Ausgabe 43 / Sommer 2018 finden Sie den vollständigen Artikel.

 

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