PRAXIS

 

Spoonbowl – Gemeinschaftsarbeit über zwei Kontinente

Werkbericht von Terry Martin

Vor circa zwanzig Jahren wurde es in der Drechselszene modern, mit Holzkünstlern aus anderen Sparten zusammenzuarbeiten. Das bedeutete im Normalfall, dass eine Person einen Teil eines Objektes erstellte, um dieses dann in die Hände eines anderen Künstlers zu übergeben, damit er es „fertigstellt”. Entweder durch Schnitzen, Bemalen oder zahlreiche andere Techniken. Je ausgefallener das Ergebnis, desto besser. Dieser Austausch zwischen den Künstlern und den verschiedenen Handwerken fand meist bei internationalen Veranstaltungen statt. Terry Martin nahm an vielen der ersten Veranstaltungen in Kanada, den USA und Frankreich teil, und er konnte mit dieser Schau-was-du-daraus-machen-kannst-Einstellung nicht wirklich etwas anfangen. Doch dann traf er Zina Burloiu. Im ersten Teil wird Terry Martin von der Drechselarbeit am Spoonbowl berichten. In der Ausgabe 40 des DrechslerMagazins wird Zina Burloiu die Verzierung am Henkel veranschaulichen.
 

 

Als Erstes schneide ich ein Brett zu und zeichne den Umriss der Schale mit einem Zirkel vor. Der Außendurchmesser beträgt 8,7 cm, was die dickste Stelle der Schale sein wird. Der Durchmesser des Randes liegt bei 7,6 cm. Die Maße habe ich nach Gefühl und beruhend auf meiner Erfahrung festgelegt. Nun verlängere ich die Mittellinie und lege eine Gesamtlänge von 24 cm fest. Anschließend zeichne ich zwei parallele Linien und lege die Maße des Henkels auf 16 cm Länge und 5 cm Breite fest. Der Henkel ist größer als nötig, aber die Arbeit am Griff fällt in Zinas Bereich; sie wird die Maße entsprechend anpassen ...

 

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Im DrechslerMagazin Ausgabe 39 / Sommer 2017 finden Sie den vollständigen Artikel.

 

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