PRAXIS

Kleine Fische, große Wirkung

Werkbericht von Jens Holtkamp

Sicher gibt es in jeder Werkstatt diverse kleine Holzabschnitte, die zum Wegwerfen oder Verbrennen zu schade sind und nur auf die richtige Idee des Drechslers warten. Mit diesem Projekt möchte ich zeigen, wie aus solchen Holzresten kleine Magnetfische gefertigt werden können. Um dabei zwei halbrunde Teile, also zwei gleiche Fische zu erhalten, verbinde ich zwei Holzstücke mit der sogenannten Papierverleimung, die den Vorteil einer wieder lösbaren Verbindung bietet.

  1. Für dieses Projekt kann jede beliebige Holzart verwendet werden. Ich habe Holzreste aus Nussbaum, Kirsche, Esche und Birkensperrholz gewählt. Aus den Dübelstangen entstehen die Abstandhalter, in denen später auch die Magnete sitzen.
  2. Lediglich die Flächen, die aufeinander geleimt werden, müssen plan gehobelt oder geschliffen sein. Den Leim trage ich dünn und gleichmäßig verteilt auf, indem ich beide Stücke aneinanderdrücke und verschiebe. Anschließend trenne ich die Holzstücke wieder voneinander, lege einlagig Zeitungspapier dazwischen und verbinde die Teile wiederum mithilfe von Klemmzwingen. Nun muss der Leim zunächst aushärten.
  3. Ein Mehrzackmitnehmer sowie eine mitlaufende Mehrzackspitze, jeweils mit gefederter Spitze, sind zum Einspannen ideal. Eine einfache Spitze, die exakt mittig auf der Leimfuge sitzt, könnte die beiden Holzstücke auseinandertreiben.
  4. Das Holzstück wird rund geschruppt und an einer Seite die Aufnahme für das zur Verfügung stehende Spannfutter angedreht.

 

Sie möchten weiterlesen?

Im DrechslerMagazin Ausgabe 42 / Frühjahr 2018 finden Sie den vollständigen Artikel.

 

Zurück zu PRAXIS