PRAXIS

 

Gewürzmühlen
Anleitung von Holger Graf

Pfeffermühlen waren schon immer ein großes Thema bei den Drechslern und auch die Allgemeinheit denkt bei dem Begriff „Drechseln“ meist an die meterlange, verschnörkelte Mühle beim Italiener um die Ecke. Dass man aber auch sehr kleine Tischmühlen in edler Optik herstellen kann, zeigen wir im ersten Teil unserer mehrteiligen Mühlenserie. Die hier vorgestellte Mühle misst gerade einmal zehn Zentimeter in der Höhe, und dank des Einsteckmahlwerks von CrushGrind®, kann die Mühle ohne störende Metall-Verschlusskappe hergestellt werden. Für die Serienfertigung sind mittlerweile verschiedene Ausdrehköpfe sowie spezielle Spannbacken und Futter erhältlich. Für den Einstieg möchten wir hier im ersten Teil aber ganz bewusst die handwerkliche und somit günstigste Variante der Herstellung vorstellen.

 

 

Für unser Mühlenpaar verwenden wir zwei Kanteln 60 x 60 x 120 mm aus afrikanischem Padouk. Grundsätzlich sind aber alle dichten Hölzer für Mühlen geeignet. Da die Mühlen für Salz und schwarzen Pfeffer dezent mit einem hellen bzw. dunklen Ring gekennzeichnet werden sollen, haben wir hierfür Castello-Buche und Grenadill mit den gleichen Maßen ausgewählt. Falls eine Tischkreissäge zur Verfügung steht, kann man sich die hellen bzw. dunklen Einlagen zuvor von der Längsholzkantel herunterschneiden. Die Stärke beträgt etwa 6 bis 7 mm. Das erspart später die Arbeitsschritte 6 bis 8. Die Einsteck-Keramikmahlwerke von CrushGrind® haben eine sehr kurze Gesamtlänge von nur etwa 65 mm. Die Besonderheit dieses Modells ist der Antrieb ohne Achse. Drei Krallen halten später das Mahlwerk in der Mühle ...

 

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In DrechslerMagazin Ausgabe 37 / Winter 2017 finden Sie die ausführliche Anleitung mit vielen weiteren detaillierten Fotos.

 

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