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Zebrano − Das neue Schwergewicht von Wivamac
Bericht von Holger Graf

Bereits weit im Voraus hatte die Firma Wivamac eine neue Drechselbank angekündigt, die durch ein überarbeitetes Maschinenkonzept die Sicherheit und Bedienbarkeit auf einen neuen Standard heben sollte. Im September 2016 wurde die Maschine dann im Firmensitz im belgischen Beernem mit einer eigens inszenierten Präsentation vorgestellt und schnell wurde klar, dass sich die Entwickler hier tatsächlich einige Neuerungen ausgedacht hatten. Auf den ersten Bildern, die man im Internet oder auf der Pressemitteilung zu sehen bekam, stach zunächst das Design der Maschine ins Auge. Aber auch die große Frontklappe des Spindelkastens, die bei geschlossener Maschine großzügigen Einblick und somit die Kontrolle des Antriebriemens ermöglicht, zeugte von Innovation. Sicherlich eine sinnvolle Funktion, aber ob man aufgrund dessen die Maschine bereits als revolutionär bezeichnen sollte, konnte nur ein Anwendungstest zeigen. Im Herbst 2017 war dann Francis Tacq von Wivamac in Deutschland unterwegs und stellte die Zebrano während den Drechslertagen bei Heinz und Marco Wiedemann vor. Hier bot sich dann für mich die Gelegenheit, einen ganzen Tag an dieser Drechselbank zu arbeiten und diese ausgiebig zu testen.

Der erste Eindruck

Die Zebrano ist massiv gebaut und wirkt äußerst solide. Das sehr moderne Erscheinungsbild ist chic und mit der farbigen Beleuchtung, deren Funktion ich nachfolgend erläutere, beinahe schon etwas futuristisch. Der Spindelstock hat ein dickwandiges und zusätzlich verstrebtes Gehäuse aus Grauguss mit einer aufklappbaren, transparenten Vorderseite aus Polycarbonatglas. Der Formverlauf des Spindelstocks wird von einer schwarzen Kunststoffabdeckung auf der Rückseite aufgenommen, welche die Elektronik beinhaltet. Das breite und an der Unterseite massiv verstrebte Maschinenbett sowie der Reitstock, die Werkzeugauflage und auch die Maschinenfüße sind ebenfalls aus vibrationsdämpfendem Guss gefertigt. Der Spindelstock lässt sich auf der gesamten Länge des Maschinenbetts verschieben und auch seitlich beliebig drehen. Mithilfe eines arretierbaren Fixierblocks lässt er sich dann auch wieder exakt in Flucht zum Reitstock ausrichten und durch einen Exzenterspannhebel am Bankbett festklemmen. Eine hochwertige Lackierung in Schwarz schützt die sauber verarbeiteten Gussteile der Zebrano und veredelt die Maschine.

Der Spindelstock

Die Drehspindel mit der Gewindeaufnahme M33 x 3,5 TPI entspricht der neuen europäischen Sicherheitsnorm und so können die meisten angebotenen Spannfutter mit einer Ablaufsicherung ausgerüstet und auf der Zebrano-Spindel gesichert werden. Somit wird sowohl ein ungewolltes Ablaufen des Spannfutters z. B. bei Linkslauf verhindert sowie die damit verbundene Unfallgefahr verringert. Die Aufnahme von Mitnehmern und sonstigen Werkzeugen erfolgt über den Morsekonus MK2, der durch die gebohrte Welle hindurch ausgestoßen werden kann. Die Spitzenhöhe über dem Bankbett beträgt 280 Millimeter. Somit können Werkstücke bis zu einem Durchmesser von 560 Millimetern gedreht werden ...

Sie möchten weiterlesen? Im DrechslerMagazin Ausgabe 42 / Frühjahr 2018 finden Sie den vollständigen Maschinenbericht.

 

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